Satzung der St. Peter und Paul Bruderschaft     Viersen - Bockert § 1 Name und Sitz St. Peter und Paul Bruderschaft Viersen - Bockert Sie hat ihren Sitz in Viersen - Bockert § 2 Wesen und Aufgabe Die St. Peter und Paul Bruderschaft Viersen - Bockert 1763 ist eine Vereinigung von Männern und Frauen, die sich zu den Grundsätzen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Köln e.V. bekennen. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Status und Rahmensetzung in ihrer jeweiligen Fassung für sie verbindlich sind. Getreu dem Wahlspruch der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften "Für Glaube, Sitte und Heimat" stellen die Mitglieder der St. Peter und Paul Bruderschaft Viersen - Bockert 1763 sich folgende Aufgaben: 1. Bekenntnis des Glauben durch a. Aktive religiöse Lebensführung b. Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Brüderlichkeit c. Werke christlicher Nächstenliebe 2. Schutz der Sitte durch a. Eintreten für christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben b. Gestaltung echter, brüderlicher Geselligkeit 3. Liebe zur Heimat durch a. Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn b. tätige Nachbarschaftshilfe c. Pflege der geistlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums § 3 Gemeinnützigkeit Die St. Peter und Paul Bruderschaft Viersen - Bockert 1763 verfolgt ausschließlich schützenbrüderliche, christliche, mildtätige und gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsordnung vom 24. Dezember 1953. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten eine Gewinne und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. § 4 Mitgliedschaft 1. Mitglied können Personen werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, unbescholten und bereit sind, sich zum Inhalt dieser Satzung zu verpflichten. 2. Das Gesuch um Aufnahme ist an den Vorstand der Schützenbruderschaft zu richten. Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung. 3. ... 4. Mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft und durch die Anerkennung dieser Satzung verpflichten sich die Mitglieder auf die christlichen Grundsätze und zur christlichen Lebenshaltung. 5. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod oder Ausschluss. Das ausscheidende Mitglied hat auf das Vermögen der Schützenbruderschaft keinen Anspruch. Auch entfällt ein Anspruch auf Auseinandersetzung. Der Beitrag für das laufende Geschäftsjahr ist spätestens beim Ausscheiden zu zahlen. 6. Die Austrittserklärung muss gegenüber dem Vorstand schriftlich abgegeben werden. 7. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn dazu ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund ist insbesondere dann gegeben, wenn das Mitglied das Ansehen und die Interessen der Schützenbruderschaft und des Bundes schädigt, oder wenn es mit der Beitragszahlung verschuldet mehr als ein Jahr im Rückstand ist. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung der Schützen-bruderschaft nach vorheriger Anhörung des Betroffenen (rechtliches Gehör). Gegen die Ausschlussentscheidung hat der Betroffene das Recht, Beschwerde beim Schiedsgericht des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften einzulegen. § 5 Pflichten und Rechte aus der Mitgliedschaft Jedes Mitglied ist verpflichtet, den von der Mitgliederversammlung festgelegten Jahresbeitrag zu zahlen und sich an den Veranstaltungen der Schützenbruderschaft zu beteiligen. Darüber hinaus wird eine Teilnahme an den Veranstaltungen erwartet, die von der Mitgliederversammlung oder dem Vorstand zur Pflicht gemacht wurden. An kirchlichen Veranstaltungen sowie am Begräbnis eines Mitglieds sollen sich alle Mitglieder beteiligen. Jedes Mitglied hat nach vollberechtigter Mitgliedschaft das Recht auf den Vogelschuss. § 6 Jungschützen Jugendliche können vom 12. bis zum vollendeten 24. Lebensjahr in einer Jungschützenabteilung zusammengefasst werden. Die Rechte und Pflichten der Schützenjugend ergeben sich aus dem Bundesstatut der St. Sebastianus Schützenjugend im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. § 7 Organe der St. Peter und Paul Bruderschaft Organe der Bruderschaft sind: a. die Mitgliederversammlung b. der Vorstand Mitgliederversammlung: Es sind jährlich drei Mitgliederversammlungen abzuhalten a. Generalversammlung b. Vorbereitende Versammlung für das Schützenfest c. Rechnungsablage Vorstand: Einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten, einen 1. Schriftführer, einem 2. Schriftführer, einem 1. Kassierer, einem 2. Kassierer, einem Archivar, einem Schießwacht, dem Jungschützenmeister und vier weiteren Vorstandsmitgliedern als Beigeordnete. Die Vorstandsmitglieder, mit Ausnahme des Jungschützenmeisters, werden von der Generalversammlung gewählt. Die Amtszeit der gewählten Vorstandsmitglieder beträgt drei Jahre. Die Mitgliederversammlung ist mindestens eine Woche vorher schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einzuladen. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig. Abgestimmt wird durch Handzeichen. Auf Verlangen eines Mitglieds ist schriftlich abzustimmen. Der Präsident führt bei allen Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen den Vorsitz. Dem Vorstand gehören außerdem noch als ordentliches Mitglied an: - als geistlicher Präses, der Pfarrer der Gemeinde St. Peter Viersen - Bockert Über die Mitgliederversammlung ist vom Schriftführer ein Protokoll anzufertigen und zu unterschreiben. § 8 Gesetzlicher Vorstand Der Präsident, der Vizepräsident, der 1. Kassierer und der 1. Schriftführer bilden den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Je zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstands sind befugt die Bruderschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Rechtsverbindliche Erklärungen der Bruderschaft werden von zwei Mitgliedern des gesetzlichen Vorstands abgegeben. Die Amtsdauer eines Mitglieds des gesetzlichen Vorstands erlischt mit der Eintragung des neugewählten Mitglieds des Vorstands im Vereinsregister. § 9 Aufgaben des Vorstandes 1. Führung der laufenden Geschäfte. 2. Der Präsident überwacht alle Funktionen innerhalb des Vorstandes. 3. Der 1. Kassierer verwaltet die Finanzen der Bruderschaft. Er hat alle Einnahmen und Ausgaben mit der Sorgfalt des ordentlichen Kaufmanns aufzuzeichnen und die Belege zu verwahren. Er hat den Jahresabschluss zu erstellen und Rechnung zu legen. Geldmittel hat der bankmäßig anzulegen. 4. Der Schriftführer verwaltet das Schriftwesen der Bruderschaft. Er führt und verwaltet das gesamte Schriftwerk. Er fertigt Protokolle über die Mitgliederversammlung. Anträge und Beschlüsse müssen in einem Protokollbuch festgehalten werden. 5. Die Stellvertreter einer Funktion sind den Hauptfunktionären bei ihrer Arbeit behilflich und vertreten sie. 6. Die beigeordneten Vorstandsmitglieder übernehmen verantwortliche Aufgaben, die vom Präsidenten angeordnet werden. § 10 Kassenprüfer Aus der Mitgliederversammlung werden zwei Kassenprüfer gewählt. Sie müssen in Kassenangelegenheiten erfahren sein. Sie prüfen die Führung der Kassenbücher, die Bestände, Vermögensunterlagen und Belege. In der Generalversammlung geben sie den Prüfungsbericht bekannt. § 11 Beiträge Der Mitgliedsbeitrag und der Beitrag der Bruderschaft sowie eventuelle Beitragsbefreiungen werden von der Generalversammlung festgelegt. Der Vorstand kann einen Einhohler gegen Gebühr von 10 % bestimmen. § 12 Sterbefall Stirbt ein Mitglied der Bruderschaft, so erhalten die Angehörigen des Mitglieds eine finanzielle Zuwendung aus der Bruderhilfe. Der Präsident bestimmt evtl. die Fahnenordnung. An der Beerdigung sollen möglichst viele Mitglieder teilnehmen. § 13 Wohnungswechsel Mitglieder, welchen ihren Wohnsitz verlegen, können weiter Vollmitglied der Bruderschaft bleiben. Sie behalten die selben Rechte und Pflichten wie bisher. Die Beiträge sind nach dem Wohnungswechsel innerhalb der Sektion zu leisten bzw. zu hinterlegen. § 14 Festveranstaltungen Die Bruderschaft feiert alljährlich das Patronatsfest im Kreis der Mitglieder und das Schützenfest als öffentliche Veranstaltung, wie es sei alther Brauch ist. Veranstaltungen im laufenden Jahr bestimmt der Vorstand. In der Generalversammlung wird abgestimmt, ob der Vogelschuss am oder vor bzw. nach dem Patronatsfest stattfindet. Nur Mitglieder dürfen auf den Vogel schießen. Wer den Vogel abschießt ist Schützenkönig der Bruderschaft. Der Schützenkönig bestimmt im Einvernehmen mit dem Vorstand seine Minister. Das Königsgeld sowie das Geld für die Minister wird von Jahr zu Jahr neu festgelegt. Ein außerhalb der Sektion wohnender Schützenkönig hat die Verpflichtung sich innerhalb der Sektion einzuquartieren. Wer aus irgendwelchen Gebrechen nicht in der Lage ist selbst auf den Vogel zu schießen, kann dem Vorstand ein anderes Mitglied benennen, dass für ihn schießen darf. § 15 Kirchliche Veranstaltungen Die Bruderschaft beteiligt sich nach Möglichkeit geschlossen, ggf. mit Fahne, an dem kirchlichen Veranstaltungen. Die Bruderschaft lässt jährlich ein Hochamt für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft feiern. Einmal im Jahr soll eine gemeinsame Kommunion stattfinden. § 16 Soziale Fürsorge Die Bruderschaft schützt ihre Mitglieder über den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften bei Bruderschaftsangelegenheiten durch eine Unfall- und Haftpflichtversicherung. Die Mitgliedre verpflichten sich zur Hilfeleistung in Notfällen. Niemand darf von der Mitgliedschaft abgewiesen werden oder ausgeschlossen werden, weil er arm und bedürftig ist. § 17 Bruderschaftseigentum Die Fahnen, Königssilber und Stern, Ministersterne und alle anderen Utensilien werden im Vereinslokal gesichert aufbewahrt. Die vorgenannten Utensilien sind nach Bedarf im Vereinslokal abzuholen und anschließend unverzüglich wieder hierhin zubringen. Die Utensilien unterliegen der Obhut des Archivars. §18 Auflösung der Bruderschaft Über die Auflösung der Bruderschaft entscheidet eine Mitgliederversammlung in der 2/3 aller Mitglieder anwesend sein müssen. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen. Sind 2/3 der Mitglieder nicht anwesend, so ist innerhalb eines Monats nach der Versammlung eine neue Mitgliederversammlung einzuberufen. - VR 0562 - Heute in das Vereinsregister eingetragen Viersen, den 16. Oktober 1997 Impressum